18.04.2026 von Raymond Rohner

Eine Antwort gibt die Karte der Schweiz oben. Sie zeigt mit roten Punkten, wo die 111 Betriebe unserer Züchterinnen und Züchter liegen. Je nach Herdengrösse sind die Punkte kleiner oder grösser.

Die erfreuliche Antwort auf die Titelfrage: Unsere Betriebe sind fast in der ganzen Schweiz vertreten – vom Westen bis in den Osten und vom Norden bis in den Süden. Ganz vollständig ist dieses Bild aber nicht. In einzelnen Kantonen fehlen Betriebe, darunter auch in grossen Regionen wie Graubünden und Tessin. Gerade dort gäbe es sehr gute alpine Weiden. Hier stellt sich die Frage: Wie können wir als Verein gezielt neue Betriebe gewinnen, damit auch dort kleine, gut vernetzte Gruppen entstehen?

Die vielen kleinen roten Punkte zeigen zudem, dass die meisten Betriebe eher kleine Herden halten. Die zweite Grafik „Verteilung der Betriebsgrösse“ bestätigt das: Über die Hälfte (58 %) der Betriebe hat weniger als zehn Tiere, während nur knapp 10 % mehr als dreissig Tiere halten.

Das hat Auswirkungen auf die Zuchtpraxis. Kleinere und abgelegenere Betriebe haben es oft schwieriger, einen passenden Widder zu finden. Vorteile haben diejenigen, die regional gut zusammenarbeiten können.

Wer Freude an der Erhaltungszucht des Walliser Landschafs hat, profitiert deshalb davon, wenn auch in der eigenen Region neue Züchterinnen und Züchter dazukommen.